bookmark_borderGruppeninvestition

Ich habe mehrere Projekte mit anderen Spielern, bei einigen bin ich Mitgesellschafter (d.h. mit ISK bzw. ISKwert beteiligt) bei anderen nur als Berater eingebunden. Und wurde in letzter Zeit häufiger gefragt, warum ich mich an Projekten beteilige und welche Vorteile man dadurch hat.

Als Gruppe lässt sich Kapital und Know-How bündeln, die eigene Profession skalieren und das Risiko für alle Beiteiligten, bei guter Planung, verringern.
Oder man sitzt morgens um 4 Uhr auf dem Teamspeak und setzt dann eine „Wenn wir uns eine eigene Kneipe kaufen würden, könnten wir für immer zusammen leben“ Idee um. Die Letzte hat mich 25b gekosten. 😉

Ein solches Gemeinschaftsprojekt kann sehr viele Formen haben:

  • Markt Struktur
  • Raffinerie (als Aufbereitungsstruktur oder für gemeinsames Moon Mining)
  • Investmentfond (um z.b. einen Markt zu bestücken)
  • Produktionsstruktur
  • Ein Industriepark (mehrere aufeinander abgestimmte Aufbereitungs und Produktionsstrukuren

Wichtig: Das Projekt braucht ein klar abgegrenztes Ziel und ggf. eine klare Expansionsstrategie und das Vertrauen aller Beteiligten untereinander.

Ziel

Der wichtigste Punkt, unterschiedliche Zielvorstellungen können Projekte sehr viel schneller zum Scheitern bringen, als jeder äußere Einfluss.

Daher sollten sich alle potentiell Beteiligten zusammensetzen und die gemeinsamen Ziele klar benennen und aufschreiben!

Risiko

Bevor man sich einem solchen Projekt anschließt, muss man sich sicher sein, wieviel Kapital man einbringen kann. Es macht keinen Sinn die 15b für die Char Plexung des nächsten Monats in ein Projekt zu investieren. Gleichfalls sollte man sicher gehen, das auch die anderen Beteiligten das ISK über haben.

Die Kontrolle über das Projekt muss im vorhinein geregelt sein. Idealerweise gibt es eine ungerade Anzahl Gesellschafter bzw. Anteile, das verhindert ein Patt bei Entscheidungen im laufenden Betreib.

Auch muss eine klare Exitstrategie für jeden Beteiligten möglich sein. Wie kann man das Projekt verlassen? werden die Anteile aus dem Projektvermögen ausgezahlt? oder kaufen die anderen Gesellschafter diese? und wenn zu welchem Preis? und wenn dieser dynamisch ist, nach welchen Regeln wird er bestimmt?

Weiter unten geht es noch ausführlicher um die Steuerung, denn unklare Verantwortlichkeiten bergen ein erhebliches Risiko.

Es sollten nach möglichkeit keine Abhängigkeiten von Schlüsselpersonen entstehen, kritische Positionen müssen daher immer mindestens doppelt besetzt sein.

Beiträge der Partner

wird nicht nur ISK in ein Projekt eingebracht sondern:

  • Wissen
  • Blaupausen (ggf. T2)
  • Kunden
  • bestehende Produktionsstrukturen und/oder Kapazitäten (z.B. Bauslots von Chars)
  • ….

muss dies, bevor der erste ISK ins Projekt fließt, bewertet werden, um eine für alle faire Gewichtung der Anteile zu erreichen.

Bewertung dieser Beiträge ist ein kritischer Punkt und sehr oft eine Streitursache. Auch müssen kleinere Gesellschafter stärker geschützt werden. Hier bieten sich Vetorechte an.

Steuerung

Zu Beginn müssen einige Fragen zwingend geklärt werden:

  • Wer entscheidet was und bis zu welchem Punkt/ISK Betrag?
  • Dürfen Einzelne bis zu einem gewissen Wert in ihrem jeweiligen Bereich selbst entscheiden?
  • Wird eine „Verwaltungsrat“ oder eine „Geschäftsführung“ bestimmt?
  • Werden Entscheidungen gemeinschaftlich in einer Gesellschafterversammlung getroffen?
  • Welche Entscheidungen sind von wem zustimmungspflichtig?
  • Welche Themen benötigen Einstimmigkeit?

Kritische Fragen die immer Probleme bereiten sind:

  • Budget bzw. Investitionen
  • Strategieanpassungen
  • Aufnahme neuer Gesellschafter / Ausscheiden bestehender Gesellschafter
  • In wieweit haften Einzelne für Schäden am Gesellschaftseigentum

Auch sollte man vorher einen externen Mediator bzw. Moderator bestimmen, der bei Unstimmigkeiten hilft Probleme zulösen.

Erfolgsfaktoren

Erfolg kann man nicht erzwingen, man kann ihm aber den Weg bereiten:

  • Klar definierte Ziele
  • Eine gute Vertrauensbasis
  • Klare Entscheidungsstrukturen
  • Saubere Bewertung aller Einlagen
  • Durchdachte Exit-Strategie von Anfang an
  • schriftliche Dokumentation aller Entscheidungen der Gesellschafter
  • Eigentumsgewichtung allein, bestimmt nicht die Machtverhältnisse – Verträge tun es.