bookmark_borderAnalyse

Viele Dinge im Leben werden unkritisch hingenommen. Doch häufig lohnt es sich Entscheidungen, Aktionen, Änderungen und Pläne systematisch zu hinterfragen, um Schwachstellen, Probleme und potentielle Nutznießer frühzeitig zu erkennen. Sowohl in EVE, als auch im echten Leben.

Einige der Fragen passen nicht auf alle „Projekte“, oder zumindest nicht zum aktuellen Zeitpunkt. Grund genug regelmäßig mit diesen Fragen das „Projekt“ in Frage zu stellen:

Wer / Wemprofitiert davon
schadet es
entscheidet darüber
ist davon am meisten betroffen
diskutiert es am Meisten
ist der beste Ansprechpartner
Wassind die Stärken/Schwächen
sind die Alternativen
sind die besten/schlimmsten Resultate
behindert die Durchführung
sind die Gegenargumente
führt du einem positiven Ergebnis
Warumist das ein Problem
ist das relevant für mich/uns/andere
ist das die beste/schlechteste Lösung/Umsetzung
werden Leute dadurch beeinflusst
sollten das Andere erfahren
besteht dafür ein Bedarf
Wannwird das (nicht) akzeptiert.
wird das zu einem Problem
ist das relevant für mich/uns/andere
ist die beste Zeit zur Durchführung
hat es das schonmal in der Geschichte gegeben
können wir eine Veränderung erwarten
Wowürde das in der echten Welt passieren/exisiteren.
gibt es ähnliche Situationen/Konzepte
ist der größte Bedarf
gibt es mehr Informationen
entstehen dadurch Verbesserungen
hin führt uns diese Idee/das Konzept.
Wieprofitieren ich/wir/andere davon
schadet es mir/uns/anderen
können wir das zukünfig positiv für uns beeinflussen
finden wir die zusätzliche Fakten darüber heraus.
verändert das die Umgebung/verwandte Bereiche
gehen wir die Problemlösung an.

Ein sehr banales Beispiel diese Fragen zu nutzen, sind zukünfigte Änderungen an EVE. Wie beinflussen diese Änderungen mein Spiel, oder das anderer. Die Preise von Items oder das Spielverhalten, und somit die Preise von Items. Oder die Nutzbarkeit von Schiffen, was sind hier Alternativen, was kosten diese und wieviele dieser Schiffe kann ich mir beschaffen, bevor die Preise steigen. Wo ist der größte Bedarf für das (neue) Item XY… .

bookmark_borderNotfallplan

Kleine Checkliste um im Null Sec möglichst sicher zu Ratten und zu Minern.

Vor dem Abdocken

  • Fitting entspricht den Allianzfittings.
    • Ein Medium oder Heavy Energy Neutralizer im Fitting ist eine gute Option Tackler leer zu neuten, und ist daher nach Möglichkeit zu fitten.
    • Webifier vereinfachen nicht nur das Treffen von Ratten, sondern auch von Tacklern, und ist daher nach Möglichkeit zu fitten.
  • Laderaum enthält die benötigten Drogen (Blue Pill…), Munition…
    • Die Dronebay ist voll, mit den richtigen Drohnen.
    • Der Treibstoffhanger enthällt ausreichend Betriebsstoffe (Heavy Water…) und Treibstoffe.
  • Alle Chars sind in der Standing Fleet.
    • Recon Cyno Char auf Standby
    • Eine Griffin in der Orca /Public Corp Hanger ist immer eine gute Option.
  • SMT starten und prüfen, ob die Charposition und der Intelchannel korrekt erkannt werden.
  • Der Corp/Allianz/Coalition TS/Discord/Mumbel ist zumindest im Hintergrund offen.

Nach dem Abdocken

  • nicht von der Station wegwarpen, wenn Neuts im Nachbarsystem gemeldet oder gar im System sind.
  • Prüfen, ob Neuts (alle Schiffstypen!), Cynos und Cyno Inhibitoren in der Übersicht angezeigt werden.

Im Belt / in der Site

  • Prüfen, ob alle eigenen Chars tatsächlich in der Standing Fleet sind.
  • D-Scan regelmäßig aktualisieren.
    • Combat Probes im D-Scan sind grundsätzlich verdächtig und ein Grund die Site/den Belt zu verlassen. Auch wenn kein Neut im System ist.
  • Intel im Auge behalten und JEDE Meldung selbst prüfen.
    • Und nicht auf „jo das ist ein Kumpel von….“ vertrauen. Neut => Neut!
  • Prüfen ob die erhaltenen Kopfgelder mit dem Durchschnitt übereinstimmen.
    • sind sie zu niedrig, steht ggf. ein Awoxxer getarnt mit auf dem Grid.

NEUT 5 Jumps oder weniger

  • Industrial Core, Siege, Bastion… sowie Comand Burst Module ausschalten.
  • Keine neuen NPC Wellen mehr triggern.
  • Auf Station ausrichten, sobald auf dem D-Scan was untypisches auftaucht, rauswarpen.
    • Alternativ auf einen Cyno-Beacon springen, mit dem Risiko, dort erwartet zu werden.

NEUT im Belt und man konnte rauswarpen

  • die Site / der Belt sofort mit ID im Intel posten.
  • sobald der Neut aus dem Local verschwindet, abwarten, ob er in einem Nachbarsystem geintelt wird.
  • Sollte das nicht geschehen, PVP Schiffe, Tackler und einen Interdictor/HIC besorgen und am Warp In/der Position an der man vorher war, positionieren und 5-10 Minuten warten, bis der Neut wieder einloggt.

NEUT im Belt und hat getackelt

Ab hier nur für Capitals und Marauder, der Rest ist quasi schon tot.*

  • Bleibe ruhig, auch wenn es schwer fällt. Tief durchatmen, schluck Wasser trinken.
  • Aktiviere deinen Industrial Core, Siege, Bastion sowie die Comand Burst Module und nimm eine Blue Pill.
    • Rorqual: Schaltet mehrere Asteroiden auf, um später in den Panic gehen zu können.
  • Erstell einen dscan.info.
  • Sag auf dem Allianz/Coalition Teamspeak/Discord/Mumble Bescheid, und lass es an einen/die FCs weitergeben.
  • Halte Ausschau nach Cynosural Inhibitoren auf dem Grid.

Was braucht der FC um dir den Arsch zu retten

  • Den D-Scan (siehe oben).
  • Wo bist du getackelt (das System, sowie Art und ID der Anomalie).
  • Welches Schiff tackelt dich.
  • Welche und wie viele Schiffe sind noch auf dem Grid?
    • eigener getarnter Cyno Recon?
  • Ist ein feindliches Cyno und/oder ein feindlicher Cyno Inhibitor aktiv bzw. wird geankert.
  • Ob und wie lang du bereits im PANIC bist/warst.
  • In welcher Flotte du bist ggf. musst du diese wechseln.

Und nun?

  • Tanke den Schaden
  • Bete zu Bob, dem Spaghettimonster oder der heiligen Teekanne, dass der FC die Flotte schneller formt und auf den Grid bringt, als dein Tank bricht.

*Ja es ist eine bittere Wahrheit: aber die aller aller wenigsten Subcaps überleben „Überraschungs PVP“, und wenn, dann hat der Angreifer die Situation komplett falsch eingeschätzt. Es ist also besser ein Schiff stirbt, als mehrere helfende Corp/Allianz Member sterben nacheinander durch den Neut.

Einzige Ausnahme: es passiert in der Allianz Primetime und man sitzt mit einer Hand von PVP Junkies (d.h. die Wissen was sie tun) im TS, welche schon bei „bei mir ist ein Neut in die Site gewarpt“ in ein PVP Schiff gewechselt und quasi selbst schon im Warp sind. Alle anderen werfen nur ihre Schiffe weg!

bookmark_borderDiamant NPC

Sind eine relative neue Art von NPC im Spiel, ihr Name kommt von ihrem Symbol (♦) im Overview. Sie werden von CCP mittlerweile in diversen (Event-) Sides eingesetzt. Sie entsprechen in etwa einem T2 gefitteten Spielerschiff, mit allen Skills auf Level 5. Sie sind daher, vor allem für neue Spieler, nur sehr schwer zu knacken und häufig auch tödlich.

Diamant NPC kommen hauptsächlich in Piraten und Empire Mining Flotten und deren Verstärkung vor. Sowie am und um die Forward Operating Bases der Guristas und Blood Raider bzw. der ♦ Sotiyo im 0.0. Hierbei ist zu beachten das diese NPC Stützpunkte wandernde Flotten aussenden, welche an Gates, Belts, Spieler Strukturen und anderen Orten im System „campen“ und Spieler angreifen, incl. Warpunterbrechung und Web.

Zeitweise findet man sie auch in Event Sides, welche auf dem Resource War basieren.

Forward Operating Base (FOB)

sind über die Agency unter dem Reiter „Piratenfestungen“ zu finden, dies zu prüfen empfiehlt sich aufgrund der von dort ausgehenden Roaming Flotten auch für Miner, da diese NPC deutlich härter, als sonstige Beltratten, sind.

Im Caldari und im Gallente Raum findet man den Guristas FOB, dieser hat 2 Heavy Neuts, einen ECM Jammer, einen Web, 2 Signal Amplifier und rund 3 Millionen HP. Sobald man auf den Grid warpt entsendet der FOB abhängig von den Spieler Schiffen (Anzahl/Klasse) eine Verstärkungsflotte und greift selbst mit seinem EWar in den Kampf ein. (300km Reichweite) Sollte man mehr als ~10 Minuten auf dem Grid sein, stellt der FOB seine Aktionen ein, da er dann keine Energie mehr hat.

Im Amarr und im Minmatar Raum findet man den Blood Raider FOB, dieser unterscheidet sich vom Guristas FOB nur durch einen Sensordämper statt des ECM Jammer.

Um diese Strukturen zu entfernen, empfiehlt sich ein Tank mit hohen Resistenzen, 95% Thermal für Guristas und 90-95% EM und Thermal für den Blood Raider FOB. Man kann diese Strukturen auch Solo fliegen, siehe Killboard, mit einer Flotte aus 3 oder mehr Spielern und einem Spidertank geht es deutlich entspannter. Da immer ein Pilot beim Guristas FOP permanent gejammt ist, sollt der Remote Rep entsprechend angepasst sein.

Für das Zerstören des FOB gibt es für bis zu 40 Flottenmitglieder ein Kopfgeld von je 29 Millionen ISK, sowie T1 und Faction Upwell Module und BPCs für den Dark Blood Standup Heavy Energy Neutralizer bzw. den Dread Guristas Standup Variable Spectrum ECM aus dem Wrack des FOB.

Wer hier ein paar Alts in T1 Frigs aufs Feld bringt und in großem Abstand Kreise ziehen lässt, erhöht minimal die NPCs, und maximal die Kopfgeldauszahlung.

Verhalten

ist vom Ansehen zum jeweiligen Spieler abhängig:

  • Hat man ein negatives Standing oder greift die NPCs an (was zu einem Standing Verlust führt), warpen defensive Schiffe (Mining Schiffe/Hauler) auf einen Save Spot und eine Verteidigungsflotte warp rein, um den Spieler anzugreifen. Diese Flotte enthält alle aus dem Spieler PVP bekannten Rollen: DPS, E-War, Logistik… und passt sich den angreifenden Spielerschiffen an.
    Kampfschiffe greifen direkt an, und beordern mit unter Verstärkung auf den Grid. Abhängig von den Schiffen auf dem Grid und evtl. nachträglich auf den Grid kommenden Spielerschiffen.
  • Hat man ein neutrales Standing, ignorieren ♦ Flotten den Spieler.
  • Hat man ein gutes Standing zur jeweiligen NPC Corp (sowohl Pirat als auch Empire) verteidigen die NPC das Spielerschiff im Belt und reparieren es zusätzlich.

Dies wird im 0.0 auch als Taktik im Solo und Small Scale PVP verwendet.
Im High Sec greifen die ♦ NPCs bei Ganking nicht ein!

NPC Mining Operation

Gibt es im Empire durch die Mining Corps der vier Empire Fraktionen, sowie im Low/0.0 durch die Industrie Corps der jeweiligen Piraten.

Die Mining Flotte an sich, ist relativ wertlos, der jeweilige Hauler, welcher etwa 90 Min nach dem Spawn der Flotte erscheint, und danach alle 30 Minuten respawnt, kann jedoch eine Strong Box droppen. Diese kann Faction BPC und Skins für Mining und Industrial Schiffe enthalten. T1 und T2 Haulerwracks enthalten immer das von der NPC Flotte abgebaute Erz, T2 Haulerwracks zusätzlich T2 Salvage.

Man muss ihn nur erwischen, hierfür gibt es 2 Taktiken:

T1 Hauler

kann man meist direkt im Belt wegknallen, hierfür wird meist eine Hecate oder ein Battlecruiser (Tornado/Naga/Talos) verwendet. Man muss nur nah genug an ihn ran, ihn tackeln, und wegschießen, bevor die Verstärkungsflotte in den Belt warpt.

T2 Hauler

haben deutlich mehr Tank und sind daher nicht so einfach zu zerstören. Hierfür muss man den Hauler oder einen Miner beschießen und die Flotte zur Flucht auf einen Save Spot zwingen. Dieser lässt sich mit Combat Probes ausscannen (Bookmark1), und dann auf 100km anwarpen. Auf dem Warp dorthin macht man sich einen Bookmark >1000km von den Mining Schiffen/Hauler entfernt, aber noch auf dem Grid (Bookmarkt2). Denn die Verstärkungsflotte, warpt, sobald sie im Belt nichts mehr zu bekämpfen hat, ebenfalls auf diesen Save Spot. Nach ihrem Eintreffen wartet man kurz bis die ersten Schiffe aufgeschaltet haben und warpt dann auf das Bookmark2 auf >1000km. Und wartet hier ebenfalls, dass die NPC erneut aufschalten und solange bis sich der Großteil der Verstärkung von den Minern wegbewegt hat.

Zusatzinfo: Fregatten => ~1000-1500 m/s | Kreuzer ~600-700 m/s | Schlachtschiffe ~200 m/s.

Nach ca. 10 Minuten sind die Tackle Fregatten gefährlich Nahe. Jetzt kann man gefahrlos Bookmarkt1 auf 0km anwarpen und den T2 Hauler wegknallen. Denn die Tackler stehen jetzt auf rund 900km (von Bookmark 1 aus gesehen) und selbst die Schlachtschiffe sind auf 120km keine akute Gefahr mehr. Sollten keine Schlachtschiffe gespawnt sein, muss man nur warten bis die Kreuzer weit genug weg sind.

Wem das nicht reicht, kann auch länger warten, aber nach maximal 15 Minuten warpen die Mining Schiffe und der Hauler wieder in den Belt und die Verstärkung despawnt. Was heißt man kann von Vorne anfangen.

bookmark_borderSchöne Rundungen

Leider nicht an Frauen, sorry, es geht um die Rundung bei Industriejobs. Hier erklärt anhand der Produktion von Nitrogen Fuel Blocks.

Fuel Blöcke werden in 40er Chargen gebaut, (unten links) sind die Basiswerte des Rohstoffbedarfs einer unerforschten BPO, diese Werte können durch Materialeffizienz Forschung (ME) gesenkt werden, ebenso durch die Boni von Spielerstrukturen, Rigs für diese Spielerstrukturen, sowie das Aufstellen der Struktur im Low Sec, Null Sec bzw. Wurmloch. All dies verändert den Rohstoffbedarf beim Bau von einer Charge kaum. Da EVE beim Produzieren immer aufrundet und selbst 1,00001 beim Rohstoffbedarf 2 sind.

Durch das Aufstellen eine 20b Sotiyo mit 80b Rigs im 0.0, kann man zwar den Nitrogen Isotope Bedarf um 69 Einheiten senken. Coolant hat sich aber grade mal um eine Einheit reduziert und Enriched Uranium und Mechanical Parts haben sich gar nicht verändert.

Interessant wird es erst beim Bau von mehreren Runs, denn dann verschiebt sich, durch die größeren Materialmengen, das Komma. Hier der tatsächliche Rohstoffbedarf beim Bau von 10 Runs oder 400 Blöcken auf den jeweiligen Strukturen.

Der Bedarf an Enriched Uranium und Mechanical Parts ist um 6 Einheiten oder 15% gesunken. Und selbst bei den Nitrogen Isotopes wurden nochmal 2 Einheiten gespart.

Die gesparten Mengen im Beispiel mögen für sich genommen nicht viel erscheinen, aber je größer der Bauauftrag, um so größer die zusätzliche Ersparnis durch Rundungen. Durch sammeln von Rohstoffen und das Starten in nur einem einzigen Bauauftrag, kann man selbst dann noch gewinnbringend produzieren, wenn die Konkurrenz schon aufgegeben hat.

Aufbereiten

Dieser Effekt tritt nicht nur beim Bauen, sondern auch beim Aufbereiten von Rohstoffen auf. Je größer die Menge um so vorteilhafter rundet EVE.

bookmark_borderOverheaten – Überhitzen

Überhitzung (oder Überlastung) erlaubt es, den meisten aktiven Module kurzfristig mehr Leitsung abzugewinnen. Allerdings nimmt das Modul durch diese Überlastung (Hitze-)Schaden, bis es schlussendlich als „ausgebrannt“ ausfällt. Bei vorsichtigem Einsatz oder im Notfall, kann der Nutzen eines überhitzten Moduls jedoch über Sieg oder Niederlage und Schiffsverlust entscheiden.

Modulwirkung

ModuleOverheat
wirkt auf
Bonus
in %
ModuleOverheat
wirkt auf
Bonus
in %
AfterburnerGeschwindikeit50Remote Cap TransmitterZykluszeit-15
Armor HardenerStärke20Remote Sensor BoosterStärke15
Armor RepairerZykluszeit
Stärke
-15
10
Remote Sensor DampenerStrength Bonus20
Burst JammerStrength Bonus20Remote Shield
Booster
Zykluszeit-15
Cap BoosterZykluszeit-20Remote Tracking ComputerStärke15
ECM JammerStrength Bonus20Sensor BoosterStärke15
Energy NeutralizerZykluszeit-15Shield BoosterZykluszeit
Stärke
-15
10
Energy NosferatuZykluszeit-15Shield HardenerStärke20
Guidance ComputerStärke15Short Range TurretsSchaden15
Guidance DisruptorStrength Bonus20Stasis GrapplerOptimal Range300
Hull RepairerZykluszeit-15Stasis WebifierReichweite30
Long Range TurretsZykluszeit-15Target PainterStrength Bonus20
MicrowarpdriveGeschwindikeit50Tracking ComputerStärke15
Missile LaunchersZykluszeit-15Tracking DisruptorStrength Bonus20
Omnidirectional Tracking LinkStärke15Warp DisruptorReichweite20
Remote Armor RepairerZykluszeit-15Warp ScramblerReichweite20

Hitzeschaden

wird an den Trefferpunkten der einzelnen Module (Info anzeigen => Strukturtrefferpunkte) verursacht. Die Höhe des Hitzeschadens eines Moduls ist als roter Streifen sichtbar, der von der 12-Uhr-Position aus gegen den Uhrzeigersinn um das Modulsymbol herumläuft. Bei Waffengruppen zeigt diese Anzeige den Zustand des am meisten beschädigten Moduls, nicht den Durchschnitt der gesamten Gruppe.

Die Leistung der Module wird durch Hitzeschaden nicht beeinträchtigt, erst wenn das Modul alle Trefferpunkte verloren hat, geht es offline und ist „ausbrennen“. Sobald ein Modul einer Waffengruppe ausbrennt ist die komplette Gruppe ausgegraut, durch degruppieren können jedoch die noch nicht ausgebrannten Waffen weiterverwendet werden.

Schadensmechanik

Da die Mathematik hinter dem Hitzeschaden in der Praxis wenig Bedeutung hat, eine kurze Zusammenfassung der Fakten:

  • Hitzeschaden basiert auf einer Zufallsmechanik
  • Hitzeschaden wirkt jeweils auf alle Low, Med und High Slot Module (je ein Rack).
    • Werden mehr Module im selben Rack überhitzt, entsteht mehr Rackwärme.
    • Kleinere Schiffe erzeugen die Rackwärme schneller als größere Schiffe.
    • Antriebe und die meisten T2-Module erzeugen viel Rack-Wärme.
  • Alle T1-Module (ohne Antrieb) und einige „passive“ T2-Module erzeugen nur wenig Wärme.
  • Module mit schnellerem Zyklus erzeugen tendenziell weniger Wärme pro Zyklus.
  • Jeder Erhitzungszyklus eines Moduls hat die Chance, dem erhitzten Modul oder anderen Modulen im Rack Hitzeschaden zuzufügen.
  • Die Wahrscheinlichkeit eines Hitzeschadens am Ende eines Zyklus, steigt mit dem Grad der Rackhitze. Wie heiß das jeweilige (Low/Med/High) Rack ist, beeinflusst somit die Wahrscheinlichkeit eines Hitzeschadens.
    • Der Anstieg der Wahrscheinlichkeit ist nicht linear, eine hohe Rackhitze erzeugt eine viel höhere Wahrscheinlichkeit von Hitzeschäden als eine niedrige Rackhitze.
  • Die Rackhitze wird auf den drei Skalen direkt über dem Kreis der Kondensatoranzeige angezeigt.
    • Die linke Skala zeigt die Hitze in den Low Slots.
    • Die mittlere Skala zeigt die Hitze in den Med Slots.
    • Die rechte Skala zeigt die Hitze in den High Slots.
  • Die Wahrscheinlichkeit von Hitzeschäden hängt auch von der Position im Rack ab.
    • Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Modul einen Hitzeschaden erleidet, ist bei ihm selbst am größten, dann bei benachbarten Modulen und schließlich bei anderen Modulen im Rack, wobei die Wahrscheinlichkeit eines Hitzeschadens mit zunehmendem Abstand im Rack abnimmt.
    • Dies kann man durch Abstände zwischen zu überhitzenden Modulen im Fitting ausnutzen. (siehe unten)
  • Die Rack-Wärme wird abgeleitet, wenn die Module in einem Rack nicht überhitzt werden.
    • Die Wärme wird schnell abgeleitet, wenn das Gestell sehr heiß ist, und langsam, wenn das Gestell relativ kühl ist.
  • Durch Andocken wird die Hitze in den Racks nicht zurückgesetzt.

Verhindern von Hitzeschäden

Grundsätzlich erhöht eine höhere Rackwärme das Risiko eines Modulausfalls mehr, als bereits vorhandene Schäden am Modul. Wenn das Rack kalt ist, kann man, in der Regel, selbst stark beschädigten Module überhitzen, ohne das diese Schaden nehmen. Ist das Rack dagegen sehr heiß, ist es sehr riskant, auch ein Modul mit geringem Hitzeschaden zu überhitzen, da sich bei hoher Rackhitze die Schäden sehr schnell summieren.

Da sich die Nähe der Module zueinander auf das Risiko von Hitzeschäden auswirkt, kann die Verteilung und Trennung aktiver, potentiell zu überhitzender, Module in einem Rack den Hitzeschaden verringern. Passive Module oder weniger wichtige aktive Module dienen zwischen den zu überhitzenden Module als Puffer und verringern so den Schaden. Dieser wandert übrigens nicht um die Enden der Racks.

In den High Slots kann man z.B. Neuts, Command Burst oder leere Slots zwischen die Module der Waffensystems setzten und so den Hitzenschaden massiv verringern. Das hat auch keine Auswirkungen auf die Möglichkeit die Waffen zu gruppieren.

Reparatur von Hitzeschäden

Mit dem Item „Nanite Repair Paste“ kann man Hitzeschäden im Weltraum zu reparieren. Dies geschieht über Rechtsklick auf das beschädigten Modul und „reparieren“. Da diese Reparaturen einige Zeit dauern finden sie in der Regel nach und nicht während eines Kampfes statt, auch weil das Modul solange unbrauchbar ist (es kann jedoch Nachgeladen werden). Wie lange genau sie dauern, zeigt der Tooltip des in Reparatur befindlichen Moduls. Sie können jedoch durch Rechtsklick aufs Modul abgebrochen werden. Ebenso unterbricht jeder Sprung (Gate/Wurmloch/Cyno) die Reparatur. Lediglich ein vollständig ausgebranntes Modul kann so nicht repariert werden.

Befindet man sich im Tether, werden alle, auch ausgebrannte Module, langsam repariert.

Angedockt kann man alle Module sofort reparieren, dies kostet auf NPC Stationen jedoch ISK.

Hier sein nochmal gesagt, dass die Hitze in den Racks durch andocken nicht verschwindet und ein erneutes überhitzen nach dem Abdocken erhebliche Modulschäden verursachen kann. Es ist hier sinnvoller ein anderes, identisch gefittetes Schiff abzudocken.

Skills

gibt es hierfür genau drei:

  • Thermodynamics reduziert den verursachten Hitzeschaden um 5% pro Skillstufe
  • Nanite Operation reduziert die verwendete Nanite Repair Paste um 5% pro Skillstufe
  • Nanite Interfacing erhöht die Reparaturleistung pro Sekunde um 20% pro Skillstufe.

Schiffsboni

Einige Schiffe haben teils erhebliche Boni auf das Überhitzen:

  • Tactical Destroyer verringert den Hitzeschaden durch Überhitzung um 5% pro Stufe.
  • Strategic Cruiser verringert den durch Überhitzung verursachten Hitzeschaden pro Stufe um 5% und erhöht die Reparaturmenge für beschädigte Module pro Sekunde um 10%.
    • Core Systems verringert den Hitzeschaden durch Überhitzung um 5% pro Stufe, wenn das zugehörige Subsystem für elektronische Kriegsführung eingebaut ist.
  • Combat Interceptor bietet einen 100% igen Bonus auf die Vorteile der Überhitzung von Afterburner und Microwarpdrive. (Rollenbonus)
  • Deep Space Transport bietet einen 100%igen Bonus auf die Vorteile der Überhitzung von Afterburner, Microwarpdrive, lokalen Reparaturmodulen und Resistenzmodulen. (Rollenbonus)

Ein taktischer Zerstörer oder strategischer Kreuzer, der von einem Piloten mit Thermodynamik V und dem entsprechenden Skill für taktische Zerstörer oder strategische Kreuzer auf V geflogen wird, erleidet 44,75% weniger Überhitzungsschaden.

Red Giant Wormholes

Wurmlochsysteme mit dem Effekt „Red Giant“, erhöhen sowohl das Risiko, als auch die Belohnung im Zusammenhang mit Überhitzung:

WirkungC1C2C3C4C5C6
Hitzeschaden15%22%29%36%43%50%
Effect Bonus30%44%58%72%86%100%